„Er erkannte George Clooney nicht mehr“ – Joe Bidens geistiger Verfall wurde jahrelang vertuscht

Der geistige Verfall von Joe Biden war offenbar dramatischer, als bislang bekannt. Bereits während der Vorbereitungen auf eine mögliche zweite Amtszeit wirkte sein Gang schleppend, stellenweise benötigte er beinahe Unterstützung durch einen Rollstuhl. Hätte Biden erneut kandidiert und gewonnen, wäre er am Ende der zweiten Amtszeit 86 Jahre alt gewesen.

Das Buch „Hybris“ beschreibt eindrücklich den körperlichen und geistigen Abbau des Präsidenten. Laut dem Buch soll Biden nicht einmal mehr den Schauspieler George Clooney erkannt haben – obwohl sein Leibarzt ihm öffentlich beste Gesundheit attestierte. Hinter den Kulissen wurde Biden stark abgeschirmt, teilweise sogar gegenüber seinem eigenen Kabinett. Über Monate hinweg soll es Minister gegeben haben, die ihn nicht persönlich zu Gesicht bekamen.

Am vergangenen Sonntag wurde öffentlich, dass Joe Biden an Prostatakrebs leidet. Diese Nachricht wirft erneut Fragen auf: Was wäre passiert, hätte er die Wiederwahl tatsächlich gewonnen?

Berichten zufolge zeigten sich bereits ab 2015 erste Anzeichen geistiger Schwäche. Biden soll während Gesprächen wiederholt den Faden verloren und sich nur schwer an einfache Namen oder Daten erinnert haben. Als er im Januar 2021 als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, konnte er sich laut dem Buch nicht einmal mehr an den Namen seines Sicherheitsberaters erinnern.

Diese Entwicklungen trugen letztlich zur Wahlniederlage bei: Vielen Wählern waren die unberechenbaren Ausfälle von Donald Trump immer noch lieber als Bidens sichtlicher Abbau. Nach einer schwachen TV-Debatte gegen Trump und unter wachsendem Druck der Öffentlichkeit zog Biden im Juli 2024 seine Kandidatur zurück. Seine Vizepräsidentin Kamala Harris übernahm, verlor jedoch gegen Trump.

Vor allem in liberalen Kreisen ist die Enttäuschung gross. Viele werfen Biden vor, das Vertrauen seiner Anhänger und der Welt verspielt zu haben. Seine Zurückhaltung in Bezug auf die NATO, sowie eine erratische Zollpolitik, haben die internationale Wirtschaftsordnung zusätzlich destabilisiert.

Das Präsidentenamt ist zweifellos eines der forderndsten Ämter der Welt. Doch Bidens Zustand verschlechterte sich zusehends, sodass seine Berater ihn immer öfter von der Öffentlichkeit abschirmten. In internen Sitzungen soll er Schwierigkeiten gehabt haben, einfache politische Zusammenhänge zu erklären. Während der Vorbereitungen auf öffentliche Auftritte und TV-Duelle habe er häufig um Pausen gebeten – nicht selten, um sich stattdessen am Pool auszuruhen.

Insider vermuten, dass ein enger Kreis im Weissen Haus über den wahren Gesundheitszustand Bescheid wusste – ihn jedoch aus politischen Gründen verschwieg. Die Furcht vor einer weiteren Trump-Administration war offenbar grösser als die Sorge um Transparenz oder demokratische Verantwortung.

Ein besonders aufsehenerregender Moment war eine Rede Bidens Anfang 2024, in der er behauptete, er habe sich beim G7-Gipfel 2021 angeregt mit dem französischen Präsidenten François Mitterrand unterhalten – obwohl dieser bereits 1996 verstarb. Auch ein angebliches Gespräch mit Helmut Kohl, verstorben 2017, warf Fragen auf.

Angesichts solcher Vorfälle stellt sich die Frage, warum Biden nicht früher auf eine erneute Kandidatur verzichtete – und warum das Weisse Haus versuchte, seinen Gesundheitszustand zu vertuschen. Bereits Anfang 2024 waren laut Umfragen 80 % der Amerikaner der Meinung, dass Biden zu alt für eine zweite Amtszeit sei. Dennoch blieb eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema in vielen Medien aus – ein Versäumnis, das nun auf die Demokraten zurückfällt.

Quelle: Spiegel


Kommentar Reicher Bulle

Warum haben die Demokraten keinen jüngeren Kandidaten aufgestellt? Die Chancen auf einen Wahlsieg wären deutlich höher gewesen. Irgendwann schlägt die Natur zu – und dann ist man schlicht zu alt für ein solch forderndes Amt. Ein weiser Mensch sollte das erkennen und sich seinem verdienten Lebensabend widmen. Dasselbe gilt übrigens auch für Donald Trump. Es ist zwar beeindruckend, welche Energie er mitbringt – aber auch bei ihm wäre es an der Zeit, Platz für eine neue Generation zu machen. Ich persönlich weiss jedenfalls genau, was ich in diesem Alter lieber tun würde: am Pool ein Nickerchen halten, statt mich um das stressigste Amt der Welt zu reissen.


Schärfen sie ihr Verständnis: Fragen und Antworten

Was ist eine erratische Zollpolitik?

Eine erratische Zollpolitik bezeichnet eine unberechenbare, sprunghafte und wenig konsistente Handelspolitik eines Staates. Statt klarer, langfristiger Regeln werden Zölle und Handelsbarrieren plötzlich erhöht oder gesenkt – oft abhängig von politischen Stimmungen oder kurzfristigen Interessen. Das schafft Unsicherheit für internationale Handelspartner, kann Lieferketten stören und das Vertrauen in die wirtschaftliche Stabilität des Landes schwächen. Bei Präsident Biden warfen Kritiker ihm vor, mit abrupten Entscheidungen etwa gegenüber China oder der EU genau solch eine erratische Linie verfolgt zu haben.

Was ist der G7-Gipfel?

Der G7-Gipfel ist ein jährliches Treffen der sieben führenden westlichen Industrienationen: USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Japan und das Vereinigte Königreich. Bei diesen Treffen besprechen die Staats- und Regierungschefs wichtige globale Themen wie Wirtschaft, Sicherheit, Klimaschutz und internationale Krisen. Die G7 versteht sich als Wertegemeinschaft demokratischer Staaten mit gemeinsamen Interessen. Obwohl der Gipfel keine rechtlich bindenden Entscheidungen trifft, setzt er oft wichtige politische Impulse für die Weltpolitik.

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